Jahresabschluss für Unternehmen – Karten auf den Tisch

Der Jahresabschluss, wie er bei der KWP Kucharzeck, Wehrhahn + Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB ist die Ermittlung des Gewinns am Ende des Geschäftsjahres. Mit dem Abschluss werden gleichzeitig die Steuererklärungen eingereicht und somit die Steuerzahlungen oder Erstattungen ermittelt.

Gewöhnlich endet das Wirtschaftsjahr am 31.12. Ausgenommen von diesem Datum sind Land- und Forstbetriebe und solche, die einen Antrag für ein abweichendes Geschäftsjahr gestellt haben. In der Abgabenordnung (AO) ist geregelt, wann der Jahresabschluss mit den verbundenen Steuererklärungen dem Finanzamt eingereicht werden muss. Normalerweise ist die Frist Ende Mai. Mit einem Steuerberater verlängert sich diese automatisch auf den 30.9. Auch hier kann ein begründeter Antrag gestellt werden.

Grundlegend für den Jahresabschluss für Unternehmen ist die Buchführung, wie Kontoauszüge, gestellte Rechnungen sowie Verbindlichkeiten. Auch sollte zum Ende des Jahres eine Inventur durchgeführt werden. Hier werden alle Waren und Betriebsstoffe „gezählt." Kleinere Unternehmen, die keinen kaufmännisch eingerichteten Geschäftsbetrieb mit der entsprechenden Gesellschaftsform führen, können ihren Gewinn mit einer Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermitteln und brauchen auch keine Inventur durchführen. Größere Betriebe sowie Kapitalgesellschaften müssen eine Bilanz, eine Gewinn-und Verlustrechnung und gegebenenfalls einen Anhang einreichen. Mächtigere Kapitalgesellschaften sind dazu verpflichtet einen Lagebericht abzugeben. Ob ein Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder der Unternehmer selbst den Abschluss erstellt, ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Fakt ist, dass dieser korrekt sein muss und das der Unternehmer für die Richtigkeit des Abschlusses haftet.  

Bilanz - Vermögenswerte kontra Verbindlichkeiten

Eine Bilanz ist eine Gegenüberstellung der Schulden (rechte Seite) gegenüber dem Vermögen (linke Seite). Das Eigenkapital steht bei einem „guten Wirtschaftsjahr" ebenfalls auf der rechten Seite der Vermögensaufstellung. In der Summe ist die linke Aktivaseite mit der rechten Passivaseite identisch.

Der Gewinn wird in der Gewinn-und-Verlust-Rechnung (GuV) ermittelt. Sie ist ein Teil der Bilanz und zwingend erforderlich. Hier werden Einnahmen und Ausgaben in Kontenform aufgeschlüsselt. Händler müssen strenge Vorschriften bei der Erstellung der Vermögensaufschlüsselung nach § 242 HGB beachten.

Für die Umsatzsteuerberechnung, die mit dem Jahresabschluss erstellt wird, ist maßgebend, ob das Unternehmen seine Umsatzsteuer mit Geldfluss oder nach Rechnungslegung ermittelt (Ist- oder Sollversteuerung). Bei der Istversteuerung, dafür muss ein Antrag beim Finanzamt gestellt werden und das Unternehmen darf bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreiten, ist die Umsatzsteuer in dem Jahr fällig, in dem Geld fließt. Wogegen bei der Sollbesteuerung das Rechnungsdatum wichtig ist.

Weiterhin werden gestellte Rechnungen, die noch nicht bezahlt sind als Forderungen und offene Rechnungen als Verbindlichkeiten aufgelistet. Manchmal ist es notwendig eine Steuerbilanz nach steuerlichen Vorschriften und eine Handelsbilanz nach handelsrechtlichen Grundsätzen zu erstellen. Die Steuerbilanz erhält ausschließlich das Finanzamt. Eine Handelsbilanz ist mehr im Sinne des Unternehmens, da hier andere Bewertungsgrundsätze gelten.

Einnahmen-Überschuss-Rechnung - Einnahmen gegen Ausgaben

Es ist die leichtere, einfachere Gewinnermittlungsart. Bei diesem Jahresabschluss für Unternehmen werden Einnahmen gegen Ausgaben gerechnet. Hier ist maßgeblich, wann Geld fließt. Zahlt ein Kunde erst im Januar, obwohl die Rechnung im Dezember gestellt wurde, fließt dieser Erlös in das Jahr des Januars. Ebenso verhält es sich mit Verbindlichkeiten. Zu den Kosten gehören Abschreibungskosten aus dem Anlagevermögen, Kfz-Kosten sowie Mietausgaben. Gegen den Warenausgang wird ebenfalls der Wareneinkauf gerechnet. Unter dem Strich steht dann der Gewinn, welcher für viele Steuerarten sowie Versicherungen entscheidend ist.


Teilen