Der Beruf des Steuerberaters

Jeder Bürger und jedes Unternehmen müssen Steuererklärungen abgeben. Umso umfangreicher die damit verbundene Bearbeitung ausfällt, umso eher sollte man einen Steuerberater beauftragen. Er kennt alle rechtlichen Aspekte und spricht auch mit der Finanzverwaltung, sollten sich schwierige Fragestellungen ergeben. Zu seinen wesentlichen Aufgaben gehören die Beratung, die Erstellung der Buchhaltung sowie die Bilanzierung nach den gesetzlichen Vorschriften. Außerdem fertigt er den Jahresabschluss des beauftragenden Unternehmens an. Er kann auch als Verwalter bei Insolvenzen eingesetzt werden oder die Hausverwaltung komplett übernehmen. Als freiberuflicher Unternehmensberater in steuerlichen Angelegenheiten übt er einen geschützten Beruf aus.

Seine Ausbildung ist komplex. Nach seiner Grundausbildung zum Steuerfachgehilfen arbeitet der spätere Steuerberater eine im Gesetz festgelegte Anzahl von Jahren als Steuerfachgehilfe und übernimmt auch weiterreichende Herausforderungen. Während dieser Zeit besucht er Vorbereitungskurse. Nach deren Abschluss absolviert er die schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen. Sobald er den Titel des Steuerberaters führen darf, kann er sich selbstständig machen. Alternativ schließt er ein Studium in Betriebswirtschaftslehre oder Volkswirtschaftslehre ab und ergänzt seine Fähigkeiten durch die berufliche Praxis als Assistent in einem steuerberatenden Beruf. Auch in diesem Fall kommen Vorbereitungskurse in Betracht, die er mit der Steuerberaterprüfung erfolgreich abschließt.

Die ihm erlaubten Beratungen lassen sich in drei Arten unterteilen. Dazu gehört die Deklarationsberatung. Hier hilft der Steuerberater bei der Erstellung der Steuererklärungen und überprüft die Steuerbescheinigungen. Bei der Gestaltungsberatung gibt er Ratschläge, damit die Steuerzahlungen optimal gestaltet werden können. Letztlich kommt die Durchsetzungsberatung. Er vertritt seinen Mandanten gegenüber der Finanzverwaltung und den Finanzgerichten.

Bei der Bearbeitung der Steuererklärungen sind es die Themenbereiche Einkommensteuer, Körperschaftssteuer, Gewerbesteuer oder Umsatzsteuer. Ferner kennt er sich in der Erbschaftsteuer und der Schenkungssteuer aus. Für diese übernimmt er ebenfalls die Steueranmeldungen.

Die Kernkompetenz des Steuerberaters ist die Aufstellung der Bilanz. Um diese aufzubauen, muss zuerst die Buchführung gemacht werden. Hier bestehen die ersten Schritte in der Einrichtung der Finanzbuchhaltung sowie des Kontenplans. Dann werden die Konten aufgrund der Geschäftsbelege gebucht. Sind diese Arbeiten abgeschlossen, so erstellt er erst den Monatsabschluss. Dem folgen die Betriebswirtschaftliche Auswertung und der Jahresabschluss. Diese wird in Abhängigkeit zu den gesetzlichen Vorgaben unterschiedlich konzipiert. Kleinunternehmer und Freiberufler benötigen eine Einnahme- und Überschussrechnung, solange sie bestimmte Umsätze nicht überschreiten. Für andere muss eine Auseinandersetzung- oder Liquidationsbilanz vorgelegt werden. Dazu gehören dann noch Erläuterungsberichte und Zwischenabschlüsse.

Steuerberater sind Spezialisten für die Lohnbuchhaltung, wie z.B. Obremba + Partner Steuerberatungsgesellschaft mbB. Sie erstellen mit ihren Mitarbeitern die Sammlung der Arbeitnehmerdaten. Dann erarbeiteten sie die Mandantenstammdaten und führen die komplette Lohnbuchhaltung durch. Im Rahmen der Sozialversicherungsträger müssen Abstimmungen vorgenommen werden, die besonders wichtig für den Monats- und Jahresabschluss sind. Einen vorübergehenden Ausgleich ergibt sich erst es im folgenden Jahr, wenn die endgültigen Zu- und Abbuchungen erfolgen.


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